United Women Can! Teresa erzählt von ihrem Praktikum bei UWONET

United Women Can! Teresa erzählt von ihrem Praktikum bei UWONET

Autorin: Teresa Engelhart

United Women Can!

Die Abreise rückt immer näher und lässt mich über meine Zeit bei UWONET (Uganda Women’s Network) reflektieren. Ich bin als Praktikantin im Department Knowledge Management, Voice and Accountability und meine KollegInnen ermöglichen mir viele Einblicke in unsere Arbeit:

Vieles dreht sich um Policy Dialogue und Advocacy auf nationalem sowie auf District-Level, die Organisation ist ziemlich auf Zack und die Projekte sprechen vor allem SDG Goal 5 – Gender Equality und Goal 16 – Peace, Justice and Strong Institutions an. UWONET möchte vor allem das Netzwerk an Frauenorganisationen stärken um gemeinsam eine laute Stimme im Kampf für Gleichberechtigung der Geschlechter zu sein.

Ich begleitete mein Team zu Meetings mit Members of Parliament und Judiciary Officers, wo für die Notwendigkeit der Implementierung von gender-sensitiven Gesetzen plädiert wurde. Uganda zählt zu einem der Länder mit den gendersensibelsten Gesetzen, die sogar in der Verfassung verankert sind. Frauenbewegungen sind stark präsent und aktiv, trotzdem ist die Gesellschaft von patriarchalen Normen und Glaubenssätzen durchwoben. Der Kontrast zwischen Papier und Realität ist enorm.

Vor allem in ländlichen Gebieten sind Frauen und Mädchen am stärksten von geschlechtsspezifischer Gewalt, Armut und Exklusion von Bildungs- und Gesundheitswesen betroffen. Den Statistiken (2018) zufolge besitzen bloß 38% der Frauen, hingegen 73% der Männer Land; Auch die Alphabetisierungsrate zeigt deutliche Gender-Dynamiken: 77% Männer, jedoch nur 65% Frauen können lesen und schreiben. Auch die Verteilung von Care-Work fällt zu Lasten der Frauen und Mädchen. Die Zahlen sprechen für sich und könnten noch weiter demonstrieren, mit der gleichen Message: Die strukturelle Benachteiligung von Frauen und Mädchen durchdringt die Sphären der Gesellschaft.

Hier setzt das Team von UWONET an: Ihre Arbeit umfasst neben den top-down Ansätzen auch, Emanzipation an den Grassroots zu stärken. Die Stimmen sind laut und haben Wiederhall. Es wird auch viel Unterstützungsmaterial in den vielen Landessprachen und in Bildsprache an die Bevölkerung verteilt, um Frauen und Mädchen über ihre Rechte aufzuklären.

Nächste Woche darf ich noch einmal mit auf Field Visit nach Karamoja in den Norden des Landes, die vor lange Zeit von paramilitärischen Rebellengruppen tyrannisiert und abgeschottet wurde. Und ehe ich mich versehe, ist die Zeit meines Internships auch schon wieder vorbei. Die Erfahrungen und die Lessons Learnt bleiben, denn: United Women Can!

 

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