Affordable and Clean Energy for Bougainville, Papua-Neuguinea

Affordable and Clean Energy for Bougainville, Papua-Neuguinea

 

 

 

 

 

 

Autor: Philipp Schaubmayr

SDG7: Affordable And Clean Energy For Bougainville

Die Pazific Insel Bougainville ist seit dem 8-Jährigen Unabhängigkeits-bürgerkrieg („Bougainville Crisis“) von 1989 bis 1997 nun eine autonome Region innerhalb Papua Neuguineas. Nachdem sich das PNG. Gouverment während der Krise zurückzog, ist die Kirche eingesprungen und hat mit allen Anstrengungen versucht öffentliche Institutionen weiterzuführen.
Noch heute sind 72% der Schulen mit insgesamt ca. 21000 Schülern in kirchlicher Hand. Die Kirche unterhält auch 15 Health Centers und sichert somit die medizinische Grundversorgung und HIV Aufklärung für ca. 50% der ruralen Bevölkerung. Zusätzlich stellt die Diözese mit dem Family Life Programm eine Anlaufstelle für Frauen aus gescheiterten Partnerschaften zur Verfügung. Daneben gibt es noch den eigenen Radiosender DoB FM.
Die Energiekosten sind nach den Personalkosten der 2-größte Brocken im Budget. In der Region um die Provinzhauptstadt Buka betreibt der staatliche Energieversorger „PNG POWER“ ein kleines Netz. Der Strom wird von mehreren großen Dieselgeneratoren erzeugt. Nachts, wenn es ruhiger wird auf den Straßen, hört man das dumpfe Brummen der großvolumigen Maschinen.
Den Communities außerhalb von Buka bleibt oft nur der Griff zum eigenen Generator. Kleine Benzin-Aggregate laufen klassischerweise jeden Tag von 18:00 bis 22:00 um Strom für die Beleuchtung herzustellen, sofern gerade Geld für Treibstoff vorhanden ist.
Eine von einem Benzingenerator erzeugte  kWh kostet ca. 6 Kina (1,50€). Im Vergleich dazu ist der Tarif von PNG Power mit 1,15 Kina/kWh (0,30€/kWh) noch günstig.
Zusammen mit dem Development Department der Diozese habe ich bisher die Klöster Chabai & Tsiroge, das Health Center Teroki und die Mädchenschule Brunotui besucht.
In den vergangenen Jahren wurden dort schon kleine Photovoltaik Systeme mit eigenen DC-LED-Lampen installiert. Diese sollten den Generator überflüssig machen. Leider war kaum eine Anlagen länger als 1 Jahr im Betrieb. Sabotage, Diebstahl oder Tiefentladung der Batterie durch falsches Handling sind hier als Hauptgründe aufzuzählen.
Bei jedem Besuch wurden die Anlagen begutachtet und die Ursache des Fehlers gefunden. Anschließend wurden die Kosten für eine Reparatur abgeschätzt, diese mit den Generatorkosten verglichen und die Rechnung den zuständigen Standortleitern verständlich erklärt.
Nachdem oft kein oder sehr wenig Wissen über Funktionsweise und Betrieb von Photovoltaiksystemen vorhanden war, wurden auch noch Mitarbeiter im Umgang mit dem Systemen geschult.
Nächste Woche steht der voraussichtlich letzte und längste Fieldtrip an. In 3 Tagen wird das Pastoral Center Mabiri, der Schwesternstützpunkt in Buin und eine Pfarre in der Nähe der alten Provinzhauptstadt Arawa besucht.

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