Lukas Kamleithner

Einsatzland: Senegal
Einsatz: Unterstützung Wissensmanagement Senegal (P07)

SDG: SDG 2 – Zero Hunger

 

Lukas Kamleithner ist Student an der Wirtschaftsuniversität Wien und absolviert dort aktuell das Masterprogramm SEEP (Socio-Ecological Economics and Policy). Vergangenes Jahr konnte er im Rahmen seines Zivildienst im Bereich Kinder- und Jugendarbeit in Kamerun erstmals Erfahrungen auf dem afrikanischen Kontinent sammeln. Persönliche Interessen umfassen neben dem Sport, hier vor allem Rugby und Langstreckenlauf, auch klassische Musik und das Lesen von Kriminalliteratur.

Was interessierst dich speziell an der Entwicklungszusammenarbeit?

Die Betonung auf dem Aspekt der Kooperation. Zusammenarbeit geschieht für mich auf Augenhöhe und gegenseitigem Respekt für die Kultur, Herkunft und Lebensweise des jeweils anderen. Lösungen, die von oben herab implementiert werden laufen in Gefahr am eigentlichen Problem vorbei zu operieren. Aus diesem Grund gilt mein großes Interesse dem Versuch zu verstehen, wie gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und den Partnerorganisationen effektive Lösungen erarbeitet werde können, um eine erfolgreiche Entwicklung zu ermöglichen.

Wieso hast du dich für das Projekt Symbiose im Senegal beworben?

Ich habe mich für das Projekt Symbiose entschieden, da es zahlreiche Thematiken vereint mit den ich mich im vergangenen Jahr beschäftigt habe. Dazu zählen die Stärkung regionaler dörflicher Strukturen, um die Resilienz der Bevölkerung zu erhöhen sowie der explizite Fokus gemeinsam Bedürfnisse zu lokalisieren und Lösungen zu erarbeiten. Meine zentralen Aufgaben werden die Unterstützung des Wissensmanagement sowie der Öffentlichkeitsarbeit der Organisation sein. Themen über die ich in der Theorie gut informiert bin, praktische Erfahrung aber noch Mangelware ist.

Kennst du das Land schon, wenn ja warum, wenn nein bisherige Reiseerfahrungen?

Es wird mein erster Aufenthalt im Senegal sein. Ich freue mich eine neue gänzlich neue Kultur kennenzulernen, neue Menschen zu treffen und neues Essen zu probieren. Nach einem einjährigen Aufenthalt im Süden Kameruns, bin ich gespannt einen anderen Teil dieses reichhaltigen und faszinierenden Kontinents zu erleben.

Warum sind dir die SDG’s wichtig?

Die Sustainable Development Goals setzen einen sehr umfassenden Rahmen und inkludieren eine Vielzahl an Zielen, die nachhaltig eine positive Entwicklung motivieren sollen. In einer Zeit in der uns der Klimawandel vor neue Herausforderungen stellt und generationenumspannende Probleme wie Hunger, Armut und Gewalt weiterbestehen, sehe ich die zentrale Bedeutung der SDG’s darin, dass sie diese Thematiken in ihre Einzelteile zerlegen, um die Übersicht nicht zu verlieren und bessere Lösungsansätze zu ermöglichen. Staatliche und wirtschaftliche Akteure werden dabei ebenso in die Pflicht genommen wie die Zivilgesellschaft.

Welches SDG wird in deinem Einsatz adressiert?

Zentrales SDG des Projekts Symbiose in Nioro du Rip, Senegal, ist Nummer 15 ‘Life on Land‘. Ziel dieses SDG’s ist es, Probleme wie den abnehmenden Waldbestand, die Ausbreitung der Wüstengebiete und den Verlust der Biodiversität aufzuhalten und dadurch gleichzeitig nachhaltiges Leben in ruralen Gebieten zu ermöglichen. Weitere SDG’s die Symbiose adressiert sind die Ziele 2 (Eliminierung des Hungers durch reichhaltige und ausreichende Ernährung), 5 (Gendergerechtigkeit durch gezielte Ausbildung von Frauen und deren Einbindung in Entscheidungsprozesse) und 13 (Adaptation an den Klimawandel durch die Aussaat neuer Pflanzenarten und Verwendung neuer Techniken).

 

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