Moritz Compérat

Einsatzland: Papua Neuguinea
Einsatz: Unterstützung für das Projektbüro bei Infrastrukturmaßnahmen
SDG: SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur

Der gebürtige Franzose ist 2014 nach Wien gezogen um auf der TU Wien Architektur zu studieren. Nebst multipler Praktikumserfahrungen, hat er schon an mehreren Wettbewerben teilgenommen. In seiner Freizeit ist er am liebsten in den Bergen und ein begeisterter Zeichner.

 

 

 

Was interessiert dich speziell an der Entwicklungsarbeit?
Ich habe schon mehrere Praktika in verschiedenen Architekturbüros absolviert, und bin nach einiger Zeit darauf gekommen, dass ich auf jeden Fall als Architekt arbeiten will, nur nicht in der aktuellen Markt- und Arbeitskonstellation. Das hat vor allem den Grund, dass sich die Bauwirtschaft aktuell nicht stark genug mit Fragen der Nachhaltigkeit befasst, und der Wirtschaftliche Faktor alle anderen verdrängt. So hat sich bei mir die Idee langsam stark gemacht, mein Wissen in anderen Spaten zu nutzen in denen ich das Gefühl hab eine direktere Einwirkung zu haben und eine Veränderung herbeizurufen. Mich interessiert bei der Entwicklungszusammenarbeit hauptsächlich die Idee vor Ort, in direkter Verbindung mit anderen Menschen, an konkreten Lösungen zu aktuellen Problemen zu arbeiten.

Warum hast du dich für die Stelle „Unterstützung bei Infrastrukturmaßnahmen der Diözese Daru-Kiunga“ in Papua-Neuguinea gemeldet?
Diese Praktikumsstelle war die einzige die für mich aufgrund dessen was ich studiere in Frage kam. Ich hätte bei einer anderen Praktikumsstelle natürlich auch einen Beitrag leisten können, doch hätte dieser sehr wenig mit meinem Studium zu tun gehabt, was eigentlich auch gegen die Idee des SDG-Internship Programms gegangen wäre. Bei dieser Stelle geht es um die Unterstützung bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen sowie bei der Entwicklung von alternativen Plänen für Gebäudetypen. Da fühle ich mich auf jeden Fall nützlich.

Kennst du das Land schon, wenn ja warum, wenn nein bisherige Reiseerfahrungen?
Ich kenne Papua-Neuguinea, und eigentlich den ganzen Südpazifischen Raum, überhaupt nicht. Das ist natürlich auch ein Anreiz dieses Praktikum zu machen, da ich nicht denke, dass ich so schnell nach Papua-Neuguinea gekommen wäre. Ich bin eigentlich schon viel gereist, sei es in Europa, Asien oder Afrika, aber nie habe ich mich drei Monate in einem fremden Land aufgehalten. Es wird sehr spannend über längere Zeit in eine fremde Kultur einzutauchen und ganz anders in den Alltag eingebunden zu sein als ich als Tourist wäre.

Warum sind dir die SDGs wichtig?
Die SDGs sind wichtig, weil sie eine gewisse Verbindung zwischen mehrere Thematiken die in der Entwicklungszusammenarbeit schon länger bestehen. Ihre vage Formulierung ist gleichzeitig der größte Vorteil und der größte Kritikpunkt. Einerseits ermöglicht diese Formulierung extrem viele Projekte und Ideen als SDG-freundlich zu definieren, andererseits wird dadurch keine klare Richtung gegeben. Ich sehe sie mehr als ein Zeichen der internationalen Anerkennung für die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung. Sie zeigen, dass sich langsam die Mentalitäten ändern. Die Frage ist natürlich ob es nicht zu langsam ist.

Welches SDG wird in deinem Einsatz adressiert?
Bei meinem Einsatz wird das neunte SDG adressiert: „Industrie, Innovation und Infrastruktur“. Das passt natürlich perfekt zu der Praktikumsbeschreibung die den Einsatz als Unterstützung bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen sowie bei der Entwicklung von alternativen Plänen für Gebäudetypen der Diözese Daru-Kiunga beschreibt. Es passt auch sehr gut zu meinem Studiengang und den auf der TU Wien erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten. Mal sehen was dann vor Ort erwünscht ist!

No Comments

Post a Comment