HORIZONT3000 und WKÖ ermöglichen SDG-Praktika in Afrika

HORIZONT3000 und WKÖ ermöglichen SDG-Praktika in Afrika

„Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, Armut zu beseitigen, und gleichzeitig vielleicht die letzte Generation, die noch die Chance hat, unseren Planeten zu retten.“ Agenda2030

17 Studierende der WU, TU, BOKU und UNI Wien absolvierten erfolgreich den Vorbereitungskurs für ein ganz besonderes Praktikum. Im Rahmen des SDG-Internship-Programme werden sie drei Monate in Afrika, Asien und Zentralamerika verbringen. Sie unterstützen dort Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und sammeln dabei wertvolle Erfahrung für die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs).

„Diese Erfahrungen können für den weiteren Berufsweg sehr wertvoll sein“, sagt Nella Hengstler, Regionalmanagerin Afrika/Nahost der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, WKÖ, „denn viele Unternehmen suchen Fachkräfte mit Arbeitserfahrung in Entwicklungsländern im Nachhaltigkeitskontext“.  Im Rahmen ihrer Initiative go international unterstützt die österreichische Wirtschaftskammer daher das „SDG-Internship-Programme“ in Afrika, wohin 12 der 17 PraktikantInnen auf Einsatz gehen.

Zahlreiche Studien belegen den steigenden Bedarf nach Fachkräften im Nachhaltigkeitsbereich. Laut Statistik Austria steigt die Zahl der green jobs beispielsweise doppelt so stark wie die Zahl der Jobs insgesamt. 2016 wurden bereits 183.000 Beschäftigte im „grünen Bereich“ gezählt. Erwin Eder, Geschäftsführer von HORIZONT3000, ist überzeugt, dass dies erst der Anfang einer transformativen Entwicklung ist, die bis 2030 enorm Fahrt aufnehmen wird und dass die Nachfrage nach Fachkräften mit umfassenden Nachhaltigkeits-Kompetenzen stark steigen wird. Genau da setzt das SDG-Internship-Programme an. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der UNI Wien und eines einwöchigen Intensivkurses werden die PraktikantInnen auf die komplexen Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung in den Einsatzländern vorbereitet.

Ermöglicht wird das Programm durch eine Förderung der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit sowie Beiträgen von WKÖ, Wiener Städtische, Fairtrade, Palfinger und Oikocredit.

 

Hintergrundinfos:

Die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs)

Mit den Sustainable Development Goals (SDGs) hat die UNO 2015 einen Masterplan für nachhaltige Entwicklung festgelegt. Die Umsetzung der Ziele ermöglicht eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der ökologischen Grenzen. Durch die Umsetzung werden die Ursachen von Armut auf der Welt drastisch reduziert und menschenwürdige Lebensbedingungen auf der ganzen Welt sichergestellt. Auch Österreich hat sich verpflichtet, die SDGs bis 2030 umzusetzen. Doch die neue Entwicklungsagenda ist anspruchsvoll und bisher nur wenig in der Bevölkerung bekannt.

HORIZONT3000

HORIZONT3000 ist eine der größten und renommiertesten Organisationen in der nichtstaatlichen österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und unterstützt benachteiligte Menschen im Globalen Süden in ihrer nachhaltigen Entwicklung. Beauftragt von katholischen Basisorganisationen und unterstützt durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit führt HORIZONT3000 jährlich mehr als 80 Finanzierungsprojekte durch. Darüber hinaus ist die Organisation der einzige österreichische Personalentsender nach dem Entwicklungshelfergesetz. Zur Zeit befinden sich knapp 50 Fachkräfte im Einsatz.

 

Foto (HORIZONT3000):

Personen von links nach rechts, in Klammer die Einsatzländerkürzel: Cornelia Faunie (macht Praktikum in UGA), Moritz Compérat (PNG), Meike Blencke (UGA), Marlit Schardt (UGA), Alice Uhl (UGA), Vera Mayr (KEN), Riccarda Sutter (NIC), Christine Katharina Schmitz (KEN), Teresa Engelhart (UGA), Selin Baran (NIC), Philipp Schaubmayr (UGA), Alexander Furtner (NIC), Nella Hengstler – Wirtschaftskammer Österreich, Ulrich Weber (KEN), Roman Benesch – Wiener Städtische, Anna-Lena Eder – HORIZONT3000, Greta Dobretsberger (SEN), Lukas Kamleithner (SEN), Vanessa Scheungraber (UGA). Nicht im Bild: Sina Aping (KEN)

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